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Fensterdeko aus Elmars Sammlung

Elmar hat von uns zweifelsohne die meisten Exemplare in seiner Sammlung. Denn natürlich lassen sich Stoffstücke auch viel einfacher aufbewahren und sortieren als Glühbirnen und Lampen oder Motoren. Außerdem gab es Stoffe schon vor vielen tausend Jahren, so dass einige seiner Exemplare natürlich viel älter sind als die von Kuno und Poul.
Interessant jedoch ist, dass sich zwischen unseren 3 Sammlergebieten durch manche Stücke eine Verbindung herstellen lässt. Da ist zum Beispiel eine alte Plisseelampe, die aus einem Lampenschirm aus Plissee mit einer alten Glühbirne besteht. Oder die erste elektrische Nähmaschine von Poul, in der ebenfalls eine winzige Glühbirne eingebaut ist und die natürlich auch zur Verarbeitung von Stoffen genutzt wurde. Manchmal gibt es deshalb sogar Meinungsverschiedenheiten zwischen uns, in welche Sammlung so ein Exponat nun eigentlich gehört.
So hatte Elmar vor kurzem erst ein uraltes Rollo entdeckt, das jedoch schon mit der auch heute noch genutzten Federtechnik ausgestattet war. Es war mit einem blaukarierten Stoff bespannt, der auch schon beschichtet war und so recht robust und deshalb noch gut erhalten war. Nur leider funktionierte die Rollotechnik nicht mehr so gut, sodass er Poul bat, mal einen Blick drauf zu werfen. Nachdem Poul das Rollo wieder in Gang gebracht hatte, wollte er Elmar davon überzeugen, dass es sich bei diesem Stück doch eher um einen technischen Zeitzeugen handele denn um einen textilen. Schon wieder gab es Streit. Doch dann einigten sie sich – wie viele andere Male – auf einen Kompromiss: Das Rollo gehörte einen Monat der einen, den anderen Monat der andren Sammlung an.
Inzwischen hat sich Elmar ein neues Spezialgebiet eingerichtet: textile Fensterdeko. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die Vorgänger der modernen Schiebegardinen, die aus dem japanischen Altertum stammen. Einige kleine Stücke aus Seide und auch Papier sollen seinen Forschungen zufolge einst in japanischen Schiebewänden verspannt gewesen sein, bevor sie ihm in die Hände fielen. Es ist sehr interessant zu sehen, dass sich seitdem in Bezug auf Technik und Design gar nicht so viel verändert hat. Aber das liegt wohl daran, dass die ostasiatische Kultur derzeit ein großer Trend in der Raumgestaltung und Fenstermode geworden ist, wie hier im Onlineshop zu sehen ist.